Samariterverein

 Samariterverein
 Sulgen und Umgebung 

Geschichte des heutigen Samaritervereins
Sulgen und Umgebung

1915 Gründung des Vereins „ Samariterverein Kradolf-Sulgen und Umgebung“

 

(Bereits im Nov. 1914 wurden 2 Samariterkurse durchgeführt.) Im gleichen Herbst 1914 grassierte eine fürchterliche Grippe-Epidemie und so wurden die neu ausgebildeten Samariter bereits zur Hilfe aufgefordert.

Die Gründungsversammlung fand jedoch erst im Frühjahr 1915 statt.

Unter dem Namen Samariterverein Kradolf-Sulgen und Umgebung wurde der Verein im Jahre 1915 in Kradolf gegründet.

Der Verein war dem Schweizerischen Samariterbund in Olten und dem Verband thurgauischer Samaritervereine angeschlossen.

1932

Gründung der Samariter-Vereinigung an der Murg. (Absplitterung vom Verband Thurgauer Samariter)

1934

Antrag für die Aufnahme in die Samariter-Vereinigung an der Murg:
Der Samariterverein Kradolf-Sulgen und Umgebung stellt zusammen mit dem Samariterverein Schönholzerswilen den Antrag, in die Samariter-Vereinigung an der Murg aufgenommen zu werden.

1935

Aufnahme in die Vereinigung
Am 27. Februar 1935 erfolgte die Aufnahme in die Samaritervereinigung an der Murg.

1937

Mit der Übernahme des Präsidiums durch Daniel Scherrer, Donzhausen wurde der Sitz des Vereins nach Sulgen verlegt und in einer Statutenänderung wurde dann vermutlich auch der Name des Vereins geändert in:
„Samariterverein Sulgen und Umgebung“

1982

Die Samariter-Vereinigung an der Murg feiert ihr 50 jähriges Bestehen.

1985

an der Delegiertenversammlung in Balterswil wird der Zusammenschluss der Samariter-Vereinigung an der Murg und des Samariterverbandes Thurgau beschlossen.

1985

findet dann auch die Neugründung des Samariterverbandes Thurgau statt.

1990

konnte der SV Sulgen sein 75 jähriges Bestehen feiern.


Reminiszenzen aus diversen Jahresberichten und Protokollbüchern

1928

am 6. Mai anlässlich des 100. Geburtstages von Henri Dunant fand eine Dunant Feier in der Pfarrkirche in Sulgen statt. Zusammen mit dem Männerchor und der Orgel wurde mit den beiden Pfarrherren von Sulgen eine würdige Feier durchgeführt.

1929

wurde auf der Einladung zur Jahresversammlung erwähnt, dass bei Nichterscheinen eine Busse von Fr. 1.-- erhoben würde.

1929

Im Saal des Hotel Helvetia in Sulgen wurde von den Samaritern ein Theaterstück aus dem 16 Jahrhundert aufgeführt mit dem Namen „Abellino“ von Hchr. Zschokke. Das Stück umfasste 5 Akte und es dauerte 4 ½ Std. Die Samariter von Kradolf-Sulgen leisteten Grossartiges unter der Regie von Dr. Gassler. Die Aufführung fand 2 Mal statt. Der Eintritt pro Person betrug Fr. 1.50 und der Reinerlös war mit Fr. 170.-- sehr bescheiden. Dr. Gassler erwähnte in seinem Jahresbericht den Grund dafür seien die hohen Kosten für die Kostüme und die Tanzmusik und das fehlende Interesse der Bevölkerung.

1929

Am 16. Juni fand eine sogenannte Feldübung (heute Regionalübung) im Wertbühl statt. Diese Übungen waren weit grösser als heute und hatten sehr viel Publikum. Es gab Ansprachen und der Pfarrer hielt eine Predigt.

1932

bestand der Samariterverein Kradolf-Sulgen und Umgebung aus 44 Aktivmitgliedern, 167 Passivmitgliedern und 3 Hilfslehrern.

1932

fand die Feldübung zusammen mit dem Militärsanitätsverein St. Gallen im Rossfall bei Urnäsch, fast am Fusse des Säntis statt.

1935

wurden die Samariter vom Schulpräsidenten Pfr. Schneider und vom Aktuar E. Burkhart schriftlich verwarnt. Falls weiterhin Velos im Korridor abgestellt würden, sehe man sich gezwungen, die Samariter des Schulhauses zu verweisen. Die Räume seien zum Abhalten von Samariterübungen zur Verfügung gestellt worden und nicht zum Deponieren von Velos.

1935/36

Nach dem Übertritt vom SV Kradolf-Sulgen in die Samaritervereinigung an der Murg ist der Samariterverein Bischofszell darüber sehr verärgert und will künftig nicht mehr mit dem SV Kradolf-Sulgen zusammen arbeiten. Sie nehmen auch nicht mehr an den Feldübungen (heute Regionalübungen) teil.
Der Verband thurgauischer Samaritervereine will dies nicht akzeptieren und lädt den SV Kradolf-Sulgen und Umgebung immer wieder an Präsidentenkonferenzen und DV‘s ein, obwohl dieser schriftlich mitteilt, dass er keine Einladungen mehr möchte.

1936

im Februar wurde mit der Fa. Sauerstoff- und Wasserstoff Werke AG Luzern ein Mietvertrag zur Anschaffung einer“ Medizinal Sauerstoff Inhalations Flasche“ abgeschlossen!! (wie fortschrittlich)

1969

bestand der Verein aus 70 Aktivmitgliedern und 1 Samariterlehrer. Man sah sich gezwungen den Verein zu teilen und an 2 Wochentagen Übungen abzuhalten. Leider kam dann die Kameradschaft bald ins Hintertreffen, was die Mitglieder sehr bedauerten.
Zum Glück konnte Samariterlehrer Emil Mattmüller Rosmarie Richner für diese Arbeit begeistern und sie bestand im November den Samariter-Lehrerkurs.

1971

hielt Tierarzt Dr. Bernhard aus Sulgen einen Vortrag über Krankheiten bei Haustieren und deren Übertragung auf den Menschen.

1971

umfasste der Verein 81 Aktive und neue Samariterlehrer wurden gesucht.

1971

Bei den Blutspenden in Sulgen und Kradolf helfen etliche Samariterinnen bei 370 Blutentnahmen.

1977

In 2 Aktionen spenden 559 Spender Blut.

1977

Die aus dem Jahre 1954 stammenden Statuten werden angepasst. Erstmals werden auch die nicht mehr aktiven Ehrenmitglieder an die GV eingeladen.

1988

werden die Statuten gemäss Auflagen von Olten angepasst.

1997

werden die Statuten nochmals erneuert.


Präsidenten

Leider waren keine Protokollbücher früherer Jahre mehr zu finden. Erst ab dem Jahr 1927 liegen im Archiv des Samaritervereins Sulgen und Umgebung Jahresberichte und Korrespondenz.

1927

Hermann Ludwig aus Bürglen

1928 - 1929

Josef Bischof Bahnangestellter aus Bürglen

1930 - 1934

Dr.V.J. Gassler, Arzt in Sulgen. Dr. Gassler war vorher schonVereinsarzt.

1935 - 1936

Josef Bischof aus Bürglen führte vermutlich als Interims-Präsident für ein weiteres Jahr den Verein.

1937 - 1960

Daniel Scherrer aus Donzhausen. Er war Ehrenpräsident des Vereins bis zu seinem Tode im Jahre 2001. Gleichzeitig war der Nachfolger von Dr. Gassler, Dr. J.Scherrer, Vereinsarzt, was öfters zu Verwechslung der beiden Namen Scherrer führte.

1960 - 1972

Klara Rutishauser aus Schönenberg a.d.Thur

1972 - 1982

Ida Suter aus Sulgen

1982 - 1993

Brigitte Kunz aus Schönenberg a.d.Thur

1993 - 2004

Lilli Schoppmann aus Sulgen. Diese wurde im 2004 zur Ehrenpräsidentin des Vereins gewählt.

2004 -

Daniel Bischof aus Götighofen/ Sulgen


Vereinsärzte

1915 - 1934?

Dr. De Pury (ev. Debbury)

1930 - 1934

Dr. V.J. Gassler, Sulgen

1934 - 1954

Dr. J. Scherrer, Sulgen

1954 - 1972

Dr. Diggelmann, Sulgen

1973 - 1984

Dr. Lässer (ehemals Dr. Lazarevic), Sulgen

1984 - 2004

Dr. Christian Schmid, Sulgen

2004 - 2011

Dr. Sigrun Frohneberg Daepp, Sulgen

2012 - …

Frank Schirdewahn, Arzt  in Sulgen


Samariterlehrer

Früher leiteten die Vereinsärzte jeweils die Samariter-Übungen unter der Mithilfe der damaligen „Hilfslehrer“.

Emil Mattmüller, Sulgen                           1950 - 1973

Er wurde in den Jahresberichten erstmals als Samariterlehrer und nicht mehr als Hilfslehrer bezeichnet.

Die weiteren Samariterlehrer/Innen:

Rosmarie Richner, Schweizersholz

1970 - 1987

Therese Kulli, Sulgen

1976 - 1978

Hans Allenspach, Donzhausen

1978 - 1988

Edith Trachsel, Kradolf

1978 - ??

Esther Studer, Ennetaach/Erlen

1983 - 2006

Werner Knaus, Sulgen

1988 - 2002

Anny Eugster, Buhwil

1993 -         

Esther Steinhauer, Sulgen

2000 - 2012


 

Worte
Es war nur ein freundliches Lächeln, es war nur ein gütiges Wort; Doch scheuchte es lastende Wolken und schwere Gedanken fort. Es war nur ein warmes Grüssen, der tröstende Druck einer Hand, doch schien's wie die leuchtende Brücke, die Himmel und Erde verband..


Grundbotschaft
Wir Samariter wollen helfen, lernen helfen und können helfen


Grundbotschaft
Wir tragen dazu bei, dass möglichst viele Menschen Selbst- und Nachbarschaftshilfe leisten können

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